Im Verlauf der Jahrhunderte versanken die noch verbliebenen Mauerreste des Steinenschlosses unter einem Schuttberg von Bausubstanz, der durch Bäume, Sträucher und Waldpflanzen die Burgreste ungehindert in einen Dornröschenschlaf versetzte. In den Jahren 1896/1897 fanden erstmals Grabungen statt, die aber wegen fehlender Geldmittel abgebrochen wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte der Arzt Dr L.A.Hoffmann, Rodalben unter Aufsicht des Amtes für Vor- und Frühgeschichte, Speyer Freilegungen aus. Dies regte allgemeines Interesse an, so dass in den sechziger Jahren beim Pfälzerwaldverein Rodalben die Möglichkeit der Freilegungsarbeiten am Steinenschloß erwogen wurden. Im Frühjahr 1968 wurde mit den Arbeiten begonnen.
Die Arbeitsgruppe interessierter Heimatfreunde aus Rodalben, Pirmasens und Thaleischweiler setzte sich zum Ziel, durch systematische Ausgrabungen neue Erkenntnisse zur Geschichte der Burg zu erlangen und die Ruine zu sanieren. Bei diesen Arbeiten waren wesentlich von 1968 bis 1975 Jugendliche aus dem Heim des Jugendsozialwerks Rodalben an den Wochenenden ehrenamtlich tätig.
In den nächsten Jahren und seit Gründung des Burgvereins "Steinenschloß" im Jahre 1973 sind auf ehrenamtlicher Basis wesentliche Fortschritte erzielt worden, unterstützt durch Mitgliedsbeiträge, Spenden von Burgfreunden,den umliegenden Gemeinden und finanzielle Hilfe der Ort-. Kreis- und Landesbehörden. Auch das Arbeitsamt war durch Bewilligung von 15 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - 1977 bis 1992- an den Erfolgen wesentlich beteiligt. So stellen sich heute bis auf den Turmbereich, der Bering und die zum größten Teil restaurierten Grundmauern in ansehnlicher Form dar.
Nachdem Bering und Mauerzüge im Palasbereich saniert waren, begann 1985 die Freilegung im Turmbereich, so konnte mit dem Aufbau des Turmes, mit den riesigen Turmsteinen, begonnen werden. Der Turm hat inzwischen eine Höhe von ca. 10 Metern auf der Nordwest-Seite.