Die Entstehung der Burg

Die Erbauung der Burg, wie sie sich heute als Ruine darstellt, erfolgte im 11. und 12.Jahrhundert. Das Steinenschloß verdankte seine Entstehung den salischen Kaisern, und zwar als südliche Grenzburg zum Schutz der ausgedehnten Besitzungen des Reichslandes um Kaiserslautern errichtet. Als Gründer der Burg wurde in verschiedenen urkundlichen Nachrichten Graf Emich I. von Leiningen genannt.

Die vier Saarbrücker Burgen

Aufgrund der geborgenen Funde aus einer Brandschicht, der eine Zerstörung im 12.Jahrhundert zugrunde liegt, vermutet man neben dem Saarbrücker Schloß, dem Schlössel bei Klingemünster und der Wilgardaburg (in alten Aufzeichnungen auch "altes Schloß" genannt) im Steinenschloß eine der vier Burgen der Saarbrücker, die infolge machtpolitischer Auseinandersetzungen 1168 durch Friedrich Barbarossa verwüstet und danach nicht wieder aufgebaut wurden. Unterstützt werden diese Annahmen auch dadurch, dass auch die bis heute gemachten Funde nicht über den Zeitraum des 11. Jahrhunderts bis 12. Jahrhunderts hinausreichen.

Das Steiner-Schloß

Die Geschichte der Burg ist sehr lückenhaft. Nach ihrer Zerstörung ist der ursprüngliche Name nicht mehr beurkundet. Es ist auch erstaunlich, dass diese Burg, eine der mächtigsten in unserem Raum, auf alten Karten nicht aufgeführt ist. Seit dem 13. Jahrhundert gehört die Burg zum gemeinschaftlichen Besitz der Grafschaften Leinigen und Zweibrücken-Bitsch, ab 1570 Hanau-Lichtenberg. 1564 erscheint in einer Niederschrift im Zusammenhang mit der Erwähnung der Wüstung Steinen, Steigen oder Stegen, einem Ort im Tal unterhalb des Schlossberges, die Bezeichnung "Steiner-Schloß". In der Folgezeit ist über die Ruine nichts mehr bekannt, sie befindet sich heute in staatlichem Besitz und wird vom Landesamt für Denkmalpflege Mainz verwaltet.

Häuserbau mit Burgsteinen

Bedauerlicherweise wurde die Bedeutung der Ruine in den letzen Jahrhunderten verkannt, denn sonst wäre der größte Teil der Anlage erhalten geblieben. Ohne staatlichen Einspruch, vielleicht auch mit Duldung, haben geschichtlich uninteressierte Leute die Ruine als Steinbruch benutzt, passende Steine zum Hausbau verwendet. So soll sogar die alte Friedhofsmauer in Thaleischweiler und ein Teil des Bahnhofes Pirmasens-Nord mit Steinen vom Schloss gebaut worden sein. Die Tatsache, dass eine Ansichtskarte aus dem Jahre 1875 existiert, auf welcher der Turm noch in stattlicher Größe zu sehen ist, bestätigt die Annahmen.